Völkermarkt, am 24.05.2018

 

Dringlichkeitsantrag gem. § 42 K-AGO

            

Theaterinszenierung

„Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“

Versagung der Unterstützung durch die Stadtgemeinde

Völkermarkt

 

An den

Gemeinderat der Stadtgemeinde Völkermarkt

9100   Völkermarkt

 

Die unterzeichneten Gemeinderäte stellen gemäß

  • 42 K-AGO folgenden Dringlichkeitsantrag:

 

Der Gemeinderat möge beschließen, dass die Stadtgemeinde Völkermarkt keinerlei finanzielle, organisatorische und logistische Unterstützung für eine Theaterinszenierung des Regisseurs Bernd LIEPOLD-MOSSER „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“ im Vorfeld bzw im Rahmen der Feierlichkeiten „100 Jahre Kärntner Volksabstimmung“ bereitstellt. Der Kulturreferent Vizebürgermeister Markus LAKOUNIGG wird aufgefordert, diesen Beschluss dem Regionalmanager DI Peter PLAIMER umgehend zur Kenntnis zu bringen.

 

Begründung

 

Am 19.3.2018 fand in der Zeit von 18.00 Uhr bis 19:45 Uhr eine Sitzung des Kulturausschusses statt. Unter dem Tagesordnungspunkt 4 – „Allfälliges“ überraschte der Regionalmanager DI Peter PLAIMER die Mitglieder des Ausschusses mit der mündlichen Vorstellung eines sogenannten transnationalen LEADER-Projektes. Geplant sei eine Aufführung des Theaterstückes von Peter HANDKE „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“, in einer Inszenierung von Bernd LIEPOLD-MOSSER. Die Kosten für die Stadtgemeinde Völkermarkt würden 10% des Gesamtprojektes in der Höhe von 10.000 € betragen (Ausschussprotokoll 1/2018).

 

Die Antragsteller kommen zum Schluss, dass aufgrund von Medienaussagen des DI Peter PLAIMER die Kosten weitaus höher sein werden, da DI PLAIMER mittlerweile bereits von 10.000 – 20.000 € spricht.

 

Hinzu kommt, dass aufgrund der persönlichen als auch der beruflichen Vita des Intendanten die begründete Vermutung besteht, dass Bernd LIEPOLD-MOSSER das Thema „100 Jahre Volksabstimmung“ in einer Art und Weise, die den ernsthaften historischen Hintergrund - insbesondere der Tatsache - dass der Kärntner Abwehrkampf das Fundament der Volksabstimmung darstellt, inszeniert, sodass die Gefühle eines überwiegenden Teil der Bevölkerung verletzt werden könnten.

 

Bernd LIEPOLD-MOSSER gehört einem Projektteam der Uni Klagenfurt an, welches vom Wissenschaftsfonds mit 400.000 € gefördert wird. Unter dem Namen „Performing Reality“ soll die Geschichte „neu gedacht“ und die Kärntner Befindlichkeit analysiert und verändert werden (Quelle: ORF Kärnten Online Bericht vom 27.03.2018).

 

Ein weiters Teammitglied ist Dr. Wilhelm KUEHS aus Völkermarkt, der sich öffentlich eine slowenische Strophe in der Kärntner Landeshymne wünscht und das Jubiläumsjahr nutzen will um über den aggressiven Deutschnationalismus und die Darstellung der Partisanen reden will.

 

Projektleiter ist Univ. Professor Dr. Klaus SCHÖNBERGER welcher am 13.3.2018 in einem Blog der Tageszeitung „Der Standard“ darüber philosophierte, warum „Volkskultur und Brauchtum soziale Gefängnisse seien“ .... „und es ein erster Schritt wäre, dass dieser Unfug mit der Volkskultur und dem Brauchtum in der künftigen Landesregierung keinen Widerhall und Platz mehr finden möge“

 

Diese Auszüge, welche bei Weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, lassen nur den Schluss zu, dass hier ein Plan zu einer gezielten Provokation anlässlich der Feierlichkeiten vorliegt, welcher durch öffentliche Gelder finanziert werden soll.

 

Die Gedenkstätte bietet genug Platz für Blumen und Kerzen. Bestattungen gibt es hier nicht.

 

Die Gedenkstätte am Völkermarkter Stadtfriedhof wird im Juni offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Ab sofort haben Eltern von Sternenkindern die Möglichkeit, am Völkermarkter Stadtfriedhof auf dem Kreuzbergl ihren verstorbenen Kindern zu Gedenken. Die neue Gedenkstätte wurde vergangenen Donnerstag fertiggestellt.

Die Vorgeschichte

Die Idee dazu hatte FPÖ-Stadtrat Hans Steinacher vor gut einem Jahr. "Ich bin über Gespräche mit Betroffenen auf diese Idee gekommen. Der Bedarf in der Gemeinde ist gegeben", so Steinacher damals. Im September des Vorjahres gab auch der Stadtrat einstimmig grünes Licht für die Umsetzung des Projektes.

 

Rasche Fertigstellung

Während der Gedenkstein bereits im Herbst geliefert wurde, mussten die restlichen Arbeiten durch den frühen Wintereinbruch bis zum Frühjahr warten. "Günter Lobnig hat die schnelle Fertigstellung koordiniert. Die Arbeiten haben die Mitarbeiter des Bauhofes ausgeführt", ist der Stadtrat dankbar.

Segnung im Juni

Die Gedenkstätte für Sternenkinder wird am 2. Juni gesegnet und somit offiziell ihrer Bestimmung übergeben (Details siehe "Zur Sache"). "Die Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen", so Steinacher abschließend.

Zur Sache:

Was: Segnung der neuen Gedenkstätte für Sternenkinder durch Pfarrer Zoltan Papp
Wann: Samstag, 2. Juni
Wo: Stadtfriedhof Kreuzbergl
Beginn: 10 Uhr